Qualitätsmanagement2018-05-15T19:22:18+00:00

Qualitätsmanagement

Die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung für alle hier vorgestellten Jugendhilfeleistungen wird durch unser Qualitätsmanagement-System gewährleistet, das in den zurückliegenden Jahren unter Beteiligung unserer Mitarbeiter/innen eingerichtet wurde und das seitdem ständig weiterentwickelt wird.

Das angewandte Verfahren zur Qualitätsentwicklung wurde auf der Grundlage der DIN EN ISO 9001 und des EFQM erarbeitet und wird kontinuierlich entsprechend den Erfordernissen unserer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung weiterentwickelt und angepasst. Die unterschiedlichen Verfahren und Standards zur Qualitätssicherung sind in einem Qualitätsmanagement-Handbuch zusammengefasst, wo auch alle Verfahren und Maßnahmen zur Prozeß-, Struktur-, Konzept- und Ergebnisqualität beschrieben sind.

Alle von uns angebotenen Hilfen werden in ihren Schlüsselprozessen dokumentiert, Verantwortlichkeiten in den Prozessen geklärt sowie Evaluationsmaßnahmen dargestellt. Dazu sind im pädagogischen Prozeß die Aufnahme-, Betreuungs- und Entlassungsverfahren einschließlich der Fallgespräche, der Dokumentation der Hilfen und der Evaluationsmethoden genau beschrieben. Auch Organisations- und Verwaltungsprozesse werden dokumentiert und kontinuierlich optimiert.

Wichtig ist uns dabei, dass das System lebendig bleibt und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Damit dies gewährleistet ist, gibt es im System verschiedene Rückkoppelungsschleifen wie Qualitätszirkel für ambulante und stationäre Hilfen, Mitarbeitergespräche, Maßnahmen zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen, Leitungs-Reviews sowie regelmäßige Auswertungen nach Beendigung einer Maßnahme mit den Kindern, Jugendlichen, jungen Volljährigen, Eltern und dem zuständigen Jugendamt.

Innerhalb unserer Einrichtung evaluieren die Erzieher und sozialpädagogischen Fachkräfte sowie die pädagogischen Leiter/Koordinatoren ihre fachliche Arbeit regelmäßig. Nach Beendigung einer stationären Maßnahme wird die Hilfe nicht nur mit allen Beteiligten ausgewertet, sondern es wird auch nach Ablauf eines Jahres überprüft, wie es den ehemals Betreuten ergangen ist.

Zu diesem Zweck führen wir eine interne Statistik, um auch langfristig Kriterien zur Ergebnisqualität zu gewinnen.

Evaluation dient dazu, den Nutzen der Hilfe für die Hilfesuchenden zu überprüfen. Das Evaluationsergebnis bezieht sich also auf die Wirkung der Leistung. Es wird untersucht, wie erfolgreich die Hilfe für die Hilfesuchenden/Betreuten ist oder war.

Bereits während des Hilfeprozesses gibt es verschiedene Instrumente, die der Evaluation der Maßnahme dienen. An erster Stelle ist hier die Hilfeplanung nach §36 SGB VIII zu nennen. Sie ist das wichtigste Instrument zur Bewertung des Hilfeverlaufes.

Des Weiteren dienen die bei uns regelmäßig geführten Fallgespräche zwischen Fachkraft und pädagogischer Leitung der kontinuierlichen Evaluation der Maßnahme. Auch die externe Supervision als Element der Innensteuerung ist ein Instrument der Evaluation.

Sie dient ebenfalls der Qualitätsverbesserung während des Hilfeprozesses. Darüber hinaus werden in Fachteam-Treffen Maßnahmen beraten und evaluiert.

Am Ende des Hilfeprozesses findet dann eine ausführliche Evaluation der Maßnahme statt. Befragt werden dazu die Hilfeempfänger bzw. die Betreuten (Familie, Kind, Jugendliche/r und/oder junge/r Volljährige/r), der/die zuständige Sozialarbeiter/in des zuständigen Jugendamtes, die Fachkraft des Trägers und die zuständige Pädagogische Leitung des Trägers.

Darüber hinaus finden jährlich Evaluationsgespräche mit dem Jugendamt statt.

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den Wohngruppen

Informationen für Erwachsene

Erwachsene, Kinder und Jugendliche haben in unserer Einrichtung in einem mehrjährigen intensiven Prozess verschiedene Instrumente für die Sicherung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der stationären Betreuung nach § 34 SGB VIII entwickelt und eingeführt. Dieser Prozess wurde vom zuständigen »Qualitätskreis Wohngruppen« initiiert, der seit 1997 kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Qualitätssicherung im stationären Bereich arbeitet.

Gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendlichengremium PATTI & ZITA und unter Beteiligung von Erzieherinnen und Erzieher aus den familienanalogen Wohngruppen und aus der Wohngruppe Werneuchen wurde ein Rechtekatalog für Kinder entwickelt, der allen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung steht.

Des Weiteren wurde das Wohngruppenbesprechungswesen so optimiert, dass eine gelingende Partizipation von Kindern und Jugendlichen gewährleistet ist und ein Kinder- und Jugendlichengremium als Mitbestimmungsgremium für die Betreuten etabliert.

Im Rahmen des Beschwerdemanagements steht darüber hinaus eine Vertrauensperson allen Kindern und Jugendlichen jederzeit für alle Fragen zu Verfügung.

Mehr zum Rechtekatalog für Kinder und Jugendlichen finden Sie auf www.diebeteiligung.de

Tagung: »Beteiligung in der Praxis der Erziehungshilfen«

Eine Netzwerktagung zu Beispielen guter Praxis. Vortrag: Helga Mittag, Workshop 2

Unsere Fachteams bestehen aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit mehrjährigen fachspezifischen Berufserfahrungen. Alle Erzieherinnen und Erzieher und alle sozialpädagogischen Fachkräfte werden von erfahrenen pädagogischen Leitungskräften fachlich begleitet und beraten.

Die Fachkräfte nehmen an regelmäßiger Supervision durch externe Supervisorinnen und Supervisoren teil.

Die Teilnahme an internen und externen Fortbildungsangeboten zur weiteren Qualifizierung der Fachkräfte wird ausdrücklich gefördert.

Ansprechpartner_innen

Huth

Heike Huth
Regionalgeschäftsführung
Telefon: (030) 20 21 50 80

h.huth@kjhv.de

Kontakt aufnehmen

Allgemeines

Die von uns angebotenen ambulanten Hilfen werden nach § 27 in Verbindung mit § 29, § 30, § 31, § 35, § 35a SGB VIII geleistet. Sie realisieren eine individuelle, dem Bedarf entsprechende Hilfe, die flexibel den Entwicklungen der Betreuten angepasst wird (§ 27 Abs. 2 SGB VIII).

Alle Hilfen werden in der Lebenswelt der Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger durchgeführt und beziehen das engere soziale Umfeld und die dazugehörige Ressourcen mit ein.

Dabei geht es immer um die Schaffung eines passenden Betreuungsarrangements für den Einzelfall,mit dem bei einem höchstmöglichen Selbstanteil Lösungen erarbeiten werden können.

Den Betreuten bzw. der Familie wird immer nur die Hilfe angeboten, die sie am Besten dazu in die Lage versetzt, perspektivisch ohne unsere Begleitung und Unterstützung ihr Leben führen zu können.

Außerdem bieten wir Leistungen an nach § 18 Abs. 3 SGB VIII – Beratung und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechts (Betreuter oder beschützter Umgang), sowie nach § 27 Abs. 3 SGB VIII – Aufsuchende Familientherapie.

Wir bieten in Berlin »KiC-Krisenintervention und Clearing« nach § 31 SGB VIII sowie die Leistung »FiF-Familie im Feld« nach § 31 SGB VIII an und führen »Familienrat« nach § 27 Abs. 2 SGB VIII durch.