Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechtes

Gemäß § 1684 BGB haben Kinder und Jugendliche ein eigenes persönliches Recht auf Umgang mit jedem Elternteil, der berechtigt und verpflichtet ist zur Verwirklichung dieses Rechts beizutragen. Dieses Recht kann andere für das Kind wichtige Bezugspersonen mit einschließen (§ 1685 BGB)

Der Begleitete Umgang gemäß § 18 Abs. 3 SGB VIII ist eine Unterstützung und Förderung des Kontaktes zwischen Kindern oder Jugendlichen von 0 – 18 Jahren und ihren wichtigen Bezugspersonen, wenn dieser für längere Zeit unterbrochen wurde oder aufgrund einer konflikthaften familiären Situation nicht zustande kam.

Die Kinder und Jugendlichen haben einen Anspruch auf Unterstützung dabei, dass die zum Umgang berechtigten Personen von diesem Recht zu ihrem Wohl Gebrauch machen und gewachsene emotionale Bindungen auch nach einer Trennung oder Scheidung erhalten bleiben.

Die Leistung wird als Beschützter Umgang durchgeführt, wenn Kinder und Jugendliche einen Schutz vor möglicher seelischer und/oder körperlicher Gefährdung benötigen.

Ziel des Begleiteten Umgangs ist es, dass die Familien und Umgangsberechtigten durch diese Unterstützung sobald wie möglich in die Lage versetzt werden, den Kontakt mit ihren Kindern eigenverantwortlich und selbständig zu gestalten. Das Kindeswohl steht immer im Vordergrund des Begleiteten Umgangs. Dies gilt besonders auch für den Beschützten Umgang.

Die Maßnahme kommt durch eine Empfehlung des Jugendamtes oder einen gerichtlichen Beschluss zustande.

Ansprechpartner_innen

Huth

Heike Huth
Regionalgeschäftsführung
Telefon: (030) 20 21 50 80

h.huth@kjhv.de

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Allgemeines

Die von uns angebotenen ambulanten Hilfen werden nach § 27 in Verbindung mit § 29, § 30, § 31, § 35, § 35a SGB VIII geleistet. Sie realisieren eine individuelle, dem Bedarf entsprechende Hilfe, die flexibel den Entwicklungen der Betreuten angepasst wird (§ 27 Abs. 2 SGB VIII).

Alle Hilfen werden in der Lebenswelt der Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger durchgeführt und beziehen das engere soziale Umfeld und die dazugehörige Ressourcen mit ein.

Dabei geht es immer um die Schaffung eines passenden Betreuungsarrangements für den Einzelfall,mit dem bei einem höchstmöglichen Selbstanteil Lösungen erarbeiten werden können.

Den Betreuten bzw. der Familie wird immer nur die Hilfe angeboten, die sie am Besten dazu in die Lage versetzt, perspektivisch ohne unsere Begleitung und Unterstützung ihr Leben führen zu können.

Außerdem bieten wir Leistungen an nach § 18 Abs. 3 SGB VIII – Beratung und Unterstützung bei der Ausübung des Umgangsrechts (Betreuter oder beschützter Umgang), sowie nach § 27 Abs. 3 SGB VIII – Aufsuchende Familientherapie.

Wir bieten in Berlin »KiC-Krisenintervention und Clearing« nach § 31 SGB VIII sowie die Leistung »FiF-Familie im Feld« nach § 31 SGB VIII an und führen »Familienrat« nach § 27 Abs. 2 SGB VIII durch.